“Briten haben mehr Angst vor Internetkriminalität als vor Einbrüchen”

So titelte das Portal heise.de ihren Artikel der die Ergebnisse einer Umfrage in Großbritannien wiedergibt. Demnach hätten 21% der Bevölkerung am meisten Angst vor Internetkriminalität und nur 16% vor realen Einbrüchen.

Bei solchen Artikeln gerate ich immer ins schwanken: Soll ich es nun als positiv ansehen das die Leute – zumindest in Großbritannien – sich offenbar langsam bewusst werden das das Internet, entgegen der offensichtlichen Ansicht vieler, auch etwas mit Menschen zu tun hat und somit, wie alles in unserer Gesellschaft, mit entsprechender Vorsicht zu genießen ist, oder soll ich mir eine Säge für die vielen Bretter vor den Köpfen wünschen.

Offensichtlich scheint die Mehrheit zu denken im Internet käme die Gefahr aus dem nichts und sei durch nichts menschenmögliches zu bändigen. Ich für meinen Teil hätte mehr Angst vor einem physikalisch eindringenden Einbrecher als vor einem ungezielten Phishing Angriff der auf meine Zuarbeit und Dummheit angewiesen ist. Natürlich ist mir bewusst das nicht jeder ein Computerfreak sein kann, dennoch verstehe ich die Leute einfach nicht, würden die auch auf Anfrage per Postkarte aus dem Ausland ihre Kontodaten verschicken?

Generell sehe ich solche Umfrageergebnisse sehr kritisch bedeuten sie doch das die Mehrheit Angst vor den Freiheiten hat welche das Netz heutzutage jedem bietet. Wer sagt er hat “Angst” vor Internetkriminalität hat und gleichzeitig die Materie nicht versteht wird blind jedem populistischen Politiker hinterherdackeln welcher sich durch ein neues Gesetz zur “Digitalen Terror-, Kinderporno- und Kriminalitätsprävention” profilieren will. Sollte diese Umfrage wirklich zutreffen so ist zu befürchten das schon eine winzige Kampagne ausreichen würde um das Netz dem zu berauben was es, zumindest für mich, zur wichtigsten gesellschaftliche Entwicklung seit langem macht: Die Freiheit.

Das Internet scheint für mich das letzte verbleibende Medium für eine wirklich freie Meinungsäußerung, Informationsverbreitung und Beschaffung zu sein. Ich habe nichts zu befürchten das eine Aussage, sollte ich das nicht wünschen, in Gegenwart oder Zukunft – wer weiß ob wir auf ewig eine “freie Gesellschaft” sind – auf mich bezogen, oder gar gegen mich verwendet werden könnte.
Aber ich predige schon wieder…guten Tag Gemeinde :-)
MfG
.D0T

Quelle: http://www.heise.de/security/news/meldung/79189/from/rss09

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