Nein, kein Aprilscherz! — oder: „Die Tücken der Hardware“

… endlich geschafft! Windows ist installiert und kann gestartet werden!

Mein Leidensweg ist lang und war irgendwie zum verzweifeln (da teuer wie die Hölle). Ein Rückblick:


26. März 2007, ca. 15:00

  • Beim Einschalten des Computer bemerkte ich einen extremen Blaustich des Bildes -> Verdacht: Farbe/Farbtemperatur verstellt
  • Zurücksetzen der Monitoreinstellung brachten keinen Erfolg -> Verdacht: Defekt an der Grafikkarte
  • Monitor an anderen Port angeschlossen, PC gestarte, einwandfreies Bild, jedoch(!!!) ein grässliches, schleifendes Geräusch aus Richtung Festplatte -> defekt?! kp, aber lieber nicht mehr auf die Zuverlässigkeit verlassen, also neue bestellen.

26. März 2007, 16:41

  • Neue 500GB sATA Festplatte bestellt um kaputte 160GB IDE Systemfestplatte auf meine 250GB S-ATA Datenplatte (verschlüsselt, wichtig für später…) zu spiegeln und den Inhalt der 250er auf die 500er zu schieben, so der Plan.
  • extra Nachnahmoption für Versand gewählt damit schnellstmöglich Ersatz da ist, weil ich am 05.04 auf eine Lan gehe

28. März 2007, gegen 16:00

  • Festplatte da, Geld bezahlt, Platte eingebaut und PC mit BartPE Boot-Disc gestartet. Versucht diese für die Verschlüsselung zu Formatieren schlugen fehl, da ich dummerweiße keinen Treiber für meine S-ATA PCI-Controller-Karte hatte. Somit hatte ich keinen Zugriff auf beide S-ATA Platten. Um keine Zeit zu verlieren brachte ich beide Platten zu einem Freund, der dann mindestens 10 Stunden lang verschlüsselt und die 250er auf die 500er kopiert hatte (an dieser Stelle ein Dankeschön).

29. März 2007, gegen 17:00

  • Abholen der Platten, Einbauen in den Computer und mittels der Hiren’s Boot-CD die 160er Platte auf die 250er kopiert. Alles lief wunderbar. PC gestartet. Fein… alles läuft. Freude! Aber nicht mehr lange, die neue 500er Platte liefert Fehler ohne Ende, CHKDSK kommt zum gleichen Ergebnis. Neue Festplatte kaputt? NEIN! Das gleiche Schema wie vor langer Zeit beim Kauf der S-ATA-Controller-Karte. Meine gleichzeitig gekaufte 250er Platte hat genau die gleichen Fehler nur so um sich geworfen.
  • Controllerkarte defekt, langsam kommt die Gewissheit auf, dass ich mit der ganzen Aktion 190GB Daten verloren hatte, da die Platte verschlüsselte Daten enthielt. Ein Bit, dass falsch (Aufgrund des Defektes der Controller-Karte) verändert wurde (CHKDSK sorgte dafür) zerstörst im Grunde genommen große Mengen an Daten (-> Header!).
  • naja, neue S-ATA-Karte muss her -> alte umtauschen; Gottseidank bei K&M im Internet bestellt, Filiale in der Nähe, dort umtauschen, denkste…

31. März 2007, ca 12:00

  • Gedächtnisprotokoll des Gespräches zwischen mir und dem K&M Shop Sachbearbeiters:
    • „Guten Tag, ich möchte diee Karte hier umtauschen; hab sie im Internetshop gekauft.“
    • „Tjoa… da kann ich nix machen. Kann die Karte nur an die Zentrale weiterleiten“
    • „Äh… tja… ich brauche die Karte aber sehr dringend; dachte eigentlich, dass sie die mir einfach austauschen könnten“
    • „Nö… da hätten sie nicht im Internet bestellen dürfen, ich kann ihnen nur ein weitere Karte verkaufen. Dann haben sie am Ende eben 2.“
  • Mit welcher Begründung auch immer, man kann offenbar bei der gleichen Kette kein Teil in einem beliebigen Shop umtauschen; sehr unfelxibel das ganze. Da ich eben unbedingt die Karte brauche muss ich wohl oder übel zustimmen…
  • Daheim angekommen: Karte in PC, angeschalten, NIX. Jetzt bootet das Teil überhaupt nicht, sondern bricht mit einem schönen Fehler ab: „Kann vom Datenträger nicht lesen“ Aha… sehr ausführlich das ganze. Ich beschließe aber, dass das Problem, warum auch immer (ich erinnere hier nochmal daran: mit der „Hiren’s Boot CD“ konnte ich die Festplatten ohne Probleme lesen/beschreiben), am installierten Windows liegt. OK, Windows XP Installations CD eingelegt… keine Festplatte gefunden! Gut, war zu erwarten, aber was dann folgt, ist einfach nur „lächerlich“. Zu Beginn der Installation kann man per „F6“ weitere Treiber einbinden. Gut, genau das was ich brauche, dachte ich. Jedoch kommt nun das aber: Die Installationsroutine weigert sich ein anderes Medium zu nehmen, als ein stinknormales 3 1/2 Zoll Diskettenlaufwerk. Angesichts dieser Meldung musste ich mich nochmal versichern, dass noch nicht der 1. April angefangen hatte
  • Da ich ein solches „Steinzeitmedium“ schon alleine wegen des Flachbandkabels aus meinem Computergehäuse entfernt habe, geriet ich langsam in „Panik“. Genauer gesagt, ich habe Google angeworfen.
  • Nach langem Googlen, kam ich zu der Erkenntnis, dass man mit „nLite“ die Windows XP Installation vielen Aspekten ändern kann. Unter anderem kann man mit diesem Programm eigene Treiber einbinden, die dann bei Start der Installation schon geladen werden. PERFEKT!
  • Also CD fertig gemacht, gebrannt (Ich möchte hier bekanntgeben, dass ich eine originale Windows CD besitze, die ich wegen der Unfähigkeit von Microsoft verändern musste. Von Klagen ist daher abzusehen.) und dann installiert.

1. April 2007, 10:30-22:00 Uhr

  • Installieren des ganzen Systems; inkl. Treiber und dem ganzen Zeugs…
  • miese Arbeit, die ich mir nun Aufgrund eines schönen Partition-Image-Proggi künftig erleichtern werde

Fazit:

  1. Finanziell
  2. 120€ für 500GB Festplatte von Samsung
    16,40€ für eine S-ATA Karte, die ich in 1-2 Wochen garnicht mehr brauche
    30 Kilometer mit Auto

  3. Unzählige Nerven sind „hops“ gegangen.
  4. Zeit… (ist Geld)
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