Die Linke, die Stasi und Miss Streisand

Manche Leute scheinen einfach nicht verstehen zu wollen wie die Welt (das Netz) funktioniert. Unter anderem auch der Bundestagsabgeordnete Lutz Heilmann (Die Linke). Diesem haben anscheinend einige Aussagen in der Wikipedia zu seiner Person nicht gefallen. Anstelle still und stumm dafür zu sorgen, dass wirklich unberechtigte Falschaussagen verschwinden, hat er eine einstweilige Verfügung erwirkt, die es dem Verein Wikimedia Deutschland verbietet von der Domain wikipedia.de auf die Wikipedia unter de.wikipedia.org zu verlinken. Einen sichereren Weg seine Stasi Vergangenheit im ganzen Netz bekannt zu machen konnte er wohl nicht wählen. Einige Zeitungsartikel etc. dürften ihm auch sicher sein…

Schade das er Wikipedia nicht mag, sonst hätte er sich vorher über den Streisand-Effekt informieren können.

Hier noch zur allgemeinen Belustigung die ersten Zeilen des aktuellen Eintrags, welcher nach Bekanntgabe der einstweiligen Verfügung mehrmals umgeändert wurde:

Lutz Eberhard Heilmann (* 7. September 1966 in Zittau) ist ein deutscher Politiker (Die Linke). Heilmann ist der erste ehemalige hauptamtliche Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) der DDR, der in den Bundestag einzog.

http://de.wikipedia.org/wiki/Lutz_Heilmann (versioned)

Mittlerweile wurde der Artikel vorsorglich für Edits von nicht angemeldeten Besuchern gesperrt, um möglichen Vandalismus vorzubeugen.

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10 Kommentare zu Die Linke, die Stasi und Miss Streisand

  1. Gilly sagt:

    Hm, vielleicht es auch im die Aussage, zum Verlust seiner diplomatischen Immunität aufgrund von Droh SMS, siehe Wikipedia Historie

  2. T. Keller sagt:

    Naja, Herr Heilmann hat es mit dieser einstweiligen Verfügung geschafft sich erneut in den Vordergrund zu drängen. Jeder der nun daran interessiert ist, den Grund für die Verfügung zu erfahren, wird wohl unweigerlich auf seine Vergangenheit (bzw. einem Bericht darüber in einer Ausgabe des Spiegels aus dem Jahr 2005) stoßen, sowie aktuelle Ereignisse um die Person von Heilmann finden.

    Letztendlich ist es egal für den Streisand-Effekt, was Herr Heilmann bezwecken wollte. Das Phänomen der Verbreitung von Informationen die man eigentlich löschen wollte tritt auf.

  3. Pingback: Links-Politik

  4. Puh sagt:

    Einfach einen Trackback zu senden ohne meinen Blog zu verlinken ist aber nicht so nett.

  5. Pingback: SammelSchrott

  6. T. Keller sagt:

    @Puh:
    Es steht hier jedem frei ebenfalls Trackbacks zu setzen. Nofollow (wenn es dir darum geht) wird nach einem Tag automatisch weggenommen…

  7. Pingback: strate.at

  8. Puh sagt:

    @T.Keller
    Wärst du auf meinem Blog gewesen, dann wüsstest Du dass ich kein Nofollow benutze, aber ich sende keinen Trackback an Webseiten, welche ich nicht auch in meinen Beiträgen verlinke. Sowas tun normalerweise nur Spammer und diesen Beitrag hier habe ich bei zig anderen Blogs in den Trackbacks gefunden, aber hier wurde nicht 1 anderer Blog verlinkt. Also ist dies für mich ein Spammer!

  9. .D0T sagt:

    @Puh:
    Die Trackbacks setzte ich auf alle Quellen die ich zu meiner Meinungsbildung verwendet habe. Natürlich hätte ich alle verlinken können. Habe mich aber dagegen entschieden weil ich dieses ewige: wie man hier, hier, hier und hier sowie hier, hier, hier, hier und hier sehen kann“ (hier wäre equivalent zu seinem link) satt bin. Vllt. integrieren wir noch ein plugin das eine Quellenliste aus den trackbacks generiert, das wäre glaub ich fair.

    Ich verlange nicht das jemand auf unsere Artikel verlinkt nur um ein Trackback zu setzten. Ich sehe sie viel mehr als Möglichkeit mehr Informationen/Meinungen zu einem Thema zu bekommen. Wenn dir diese Verwendung nicht zusagt würde ich dir zu einem Trackback checker plugin raten das den verlinkenden Artikel auf eine backref überprüft. Wie dir aufgefallen sein dürfte haben viele der Trackbacks die du gefunden hast nofollow gesetzt. Wäre ziemlich nutzlos damit spammen zu wollen da keine Rankvorteile…wie gesagt. Wenn du mit dem trackback nicht einverstanden bist dann lösche ihn bitte, setzte ein nofollow o.ä.

  10. Pingback: SammelSchrott

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